Auf dem Weg …

Auf dem Weg in eine neue Welt …

Nachdem ich alles verloren hatte, musste ich einen neuen Weg finden, um in dieser Welt am Leben zu bleiben und dieses weiterhin genießen zu dürfen. Doch das war leichter gesagt als getan.

Ich weiß nicht, was ich dieser Welt getan habe. Ich habe noch eine Wohnung, aber es ist nichts überlebensnotwendiges mehr vorhanden. Angefangen hat es damit, dass mir Dinge unterstellt wurden, die überhaupt nicht der Tatsache entsprachen – bis ich dahinter kam, was das Problem war. Zu dem Zeitpunkt hatte man mir meinen Sohn bereits weg genommen. – Ging es wirklich um die Anerkennung relegionsfreier Menschen? –

Viele Fragen haben sich mir gestellt. Vom Gesetz bis zur Menschlichkeit war alles dabei. Doch wie soll ich als kleines Menschenwesen irgendetwas ändern? Ich komme zurzeit nicht mal zu meinen wichtigen Terminen, weil nichts materielles mehr zur Verfügung steht, um vielleicht doch noch einiges bewirken zu können. Ich möchte doch so gerne meinen Sohn wieder haben. Ich habe niemanden etwas getan …

Als ich an diesem Punkt angekommen war, wusste ich das NEUE Wege her müssen. Wege die ich noch nie in dem Umfang gegangen bin. Ich erinnerte mich einmal etwas gelesen zu haben und versank in meine eigene Welt … Ich stellte mir erneut die Frage: Was bedeutet für mich Qualität? …

Somit beschloss ich – egal was ist – ich gehe heute in die nächst größere Stadt. So kam es dann auch. Wie erwartet kam ich dort an und wusste mal wieder nicht wo ich hingehen sollte. Somit setzte ich mich in das erstbeste Restaurant, trank mir meinen Kaffee und sammelte mich. Ich brauchte noch eine Antwort auf meine Frage – doch wie sollte ich das herausfinden.

Der Kaffee schmeckte mir und ich wurde ganz locker und ungezwungen in meinen Gedankengänge. Der Druck viel ab, ich müsste unbedingt etwas erledigen und ich verlor jedes Zeitgefühl. Ich genoss den Kaffee und lies ihn auf der Zunge zergehen. Schon lang hatte ich meinen Kaffee nicht so genießen können.

Als ich mich von meinem Alltagsstress entfernt hatte, lies ich mich von meinem Gefühl führen und lief somit schmunzelnd wild durch die Fußgängerzone ohne ein Ziel vor Augen zu haben. Ich schaute mir die Schaufenster ganz genau an und beschwerte mich, wenn eine Schaufensterpuppe falsch gestanden hatte. Als mir das bewusst wurde, dachte ich mir: „Du hast sie nicht alle!“ Aber es machte Spaß, sich dem Gefühl einfach mal hinzugeben.