Sehnsucht der Nacht

Reise zwischen Himmel und Erde (eigene Erfahrung)

Höhle

Es war schon dunkel geworden. Somit stellte sich mein ganzer Körper, inklusive Geist, Herz und Seele auf Gefühl ein. Nach der Dämmerung war die Sehnsucht ganz deutlich zu spüren. Doch welche Sehnsucht? Wonach und Warum?

Ich legte eine Pause ein, nachdem ich mich noch einmal umdrehte und sich das Gefühl der Sehnsucht aufkam. Dann stellte ich mich in die Mitte des drei stämmigen Baumes, um die Energie dessen zu verstehen. Somit lehnte ich mich an den mittelsten Stamm und stellte meine Beine links und rechts an den Stämmen ab. Dann schloss ich die Augen, um die Energien zu emfangen.

Als ich die Augen wieder öffnete, glaube ich nicht was ich sah. Ich war nicht allein. Doch die Energien hielten mich auf, während sich mein Körper erneut von meinem Geist trennte. Da mir dieses Gefühl bekannt vor kam, versuchte ich ruhig zu bleiben und schloß noch einmal die Augen. Denn ich glaubte nicht, was ich dort sah. Ich war nicht allein … unglaublich …

Nach einem kleinen Ruck durch Herz und Seele, spürte ich das mein Herz weinte und die Seele vorwärts wollte. Somit verlies ich den Baum und lief rechts rum, als würde ich mit geschlossenen Augen weiter ziehen. Nach nur ein paar Schritte bog ich erneut rechts ab. Ein kleines Wäldchen lag vor mir und ich verspürte ein Gefühl der Sicherheit, welches mit weiter in das Wäldchen zog.

Doch schon zwei Schritte in dem Wäldchen, stimmte etwas nicht. Meine Knie wurden weich und ich hatte große Angst bekommen. Was tust Du hier fragte ich mich immer wieder, aber bekam keine Antwort. Ich erinnerte mich: „Bevor Du umfällst, setz Dich hin!“ Ich konnte mich doch nicht mitten in den Weg setzen. Vielleicht gibt es noch mehr Wanderer, die auf der Jagd nach meiner Angst waren. „Bitte …“ flehte ich meine Beine an „… nur noch ein paar Schritte durch halten.“

Ich lief also ungefähr fünf Schritte in das Wäldchen rein und setzte mich dort an einem mittelgroßen Baum. Die Erleichterung war groß, denn ich saß und verlor jegliches Zeitgefühl. Mein Blick wanderte gerade aus, wo ein Licht zu sehen war. Was mir dieses Licht wohl sagen will? Die Erleichterung lies mich die Erinnerungen spüren, die ich in den letzten Jahren gesammelt hatte. Ich versuchte wieder mein Leben zusammen zu puzzeln und spürte ganz deutlich eine Sehnsucht, die ich noch nicht begreifen konnte.

Somit hinterfragte ich diese Sehnsucht. Warum ist sie vorhanden? Was hat dieser Mensch damit zu tun, den ich am Baum gesehen habe. War dieser Mensch wirklich so blind oder warum stand er da und sah auf den Boden?  Wieso hat das die Sehnsucht verstärkt? Schön als meine Gedanken in die Richtung einer Vorahnung ging, spürte ich meinen Körper wieder und wurde sehr traurig. Das Licht voraus wurde mir gleichgültig und mein Blick senkte sich.

Was war passiert? Es war doch gerade alles so schön, warum sollte der Moment jetzt vorbei sein? Mit jeder weiteren Frage, die ich mir stellte spürte ich wie das Blut aus mir austrat und meine Gedanken und Gefühle spielten ihr eigenes Spiel. Das Herz blutete, während die Seele unaufhörlich weiter zog. Somit stand fest, dass ich sitzen bleiben musste, denn bei auslaufenden Blut kann ich nicht weiter gehen. Ich könnte Spuren hinterlassen und das wollte ich auf keinen Fall. Dadurch hatte ich die Möglichkeit, die Situation genauer zu betrachten.

Warum blutete mein Herz und was will mir meine Seele über meinen Körper mitteilen. So kam es dazu, dass ich über meine Kindheit nachdachte und auf einen Menschen kam, an dem ich immer wieder denken musste. Er war der erste Mensch, der mich aufgefangen hatte, als meine Welt innerlich zerbrach. …

Ein Gefühl wenn die Seele schreit … (realistische Erfahrung)

Höhle

Ich fragte nicht mehr warum ich blute, sondern ich begab mich in meine eigene Welt. …

So schloss ich die Augen und lief eine Strasse entlang, ganz in Gedanken versunken. Ich spürte sichtlich, dass ein neuer Lebensabschnitt beginnen würde, genau wie damals. Doch die Angst machte sich breit. Es war die Angst vorm Unbekannten und ich musste einen Weg finden, damit umzugehen.

Das fliesende Blut war immer noch zu spüren, was mir meine Angst ins Bewusstsein rief. Doch wovor hatte ich Angst? Schnell kam ich auf die Lösung. Denn ich stand nicht das erste Mal an diesem Punkt in meinem Erdenleben. Ich wusste mein Körper hatte schon oft versagt (Inkarnation) und ich wollte es diesmal in diesem Leben schaffen.

Somit kam ich zwangsläufig auf die Leben vor meinem Leben zurück und spürte die Sehnsucht, dass ich es diesmal anders angehen muss, als es sonst der Fall gewesen ist. Es war nicht die Angst vorm Versagen des Körpers. Dank meiner Mama und meinem Onkel – Jenseitskontakten bei einer Nahtoterfahrung – hatte ich keine Angst mehr davor, dass mein Körper versagt. Sondern es war die Angst, wieder den falschen Weg zu wählen.

Welche Möglichkeiten hatte ich also. Erneut schloss ich die Augen und stand gedanklich an dem drei stämmigen Baum, der mir einiges an Sicherheit geben konnte. Mein Körper begann sich etwas zu regulieren und die Hoffnung erwachte. Wie oft hatte ich in der Vergangenheit Bäume und Steine aufgesucht, um diese Angst zu bearbeiten. Es hatte bisher immer funktioniert und mir neuen Mut gegeben. Das musste diesmal ebenfalls funktionieren. Ich wollte mich nicht selbst unter Druck setzen und versuchte mich auf meine Atmung zu konzentrieren, während mein Geist die Führung übernahm …

Mitten in den Gedanken versunken, reiste mich ein Geräuch aus meine Gefühlswelt wieder heraus. Ich weiß nicht was es war, aber ich saß wieder mit allem was mir das Schicksal gab an dem Baum im Wäldchen. Somit sah ich mich um. Das Licht gerade zu war noch da, leicht links sah ich durch die Wälder eine weitere Person, die weiblich schien und noch ziemlich weit weg erschien ein weiteres Licht, welches auf mich zu ging.

Ich beobachtete das Licht. Einerseits war die Hoffnung gigantisch, gefunden zu werden, andererseits hatte ich meinen Weg zur Bekämpfung meiner Angst vorm Unbekannten noch nicht gefunden. „ER“ war ziemlich nah gekommen, als ich innerlich schrie …

Ich schrie so laut ich konnte! „Nicht in die Augen …“ Ich wollte nicht, dass man mir in die Augen läuchtete, denn ich war froh, dass meine Seele gerade mal Ruhe gab und mein Blut nicht geflossen ist. Somit war geistig klar, dass „ER“ vorbei läuft und mich nicht sieht. Mal wieder war ich enttäuscht, doch ich wusste nicht wieso. Denn ich hatte doch geschrien – womit klar war, dass niemand an mich ran kam. Es war also alles beim Alten und ich musste mir etwas Neues einfallen lassen.

Ich blieb sitzen, wie versteinert und beobachtete was passierte. Das Licht gerade zu erlischte, die weibliche Person ging nach hinten weg und das wandernde Licht erlischte. Nach einer kurzen Zusammenfassung meiner Gefühle und das wieder finden meines Körpers verstand ich, dass ich nun weiter ziehen musste. Mein Gewissen trieb mich weg von diesem Ort, wo meine Seele ihren Hilfeschrei abgesondert hatte. Zum Glück konnte ich meine Stimme diesmal züglen, denn …

Vorgeschichte …