Lilly und Sit – ein Date …

Aus freien Stücken

Am Montag Abend traf sich Lilly mit Sit. Aus reiner Vorsicht haben sie sich am Supermarkt verabredet. Sit rief an und sagte, dass er schon da sei. Lilly beeilte sich und war im ersten Moment ein bisschen niedergeschlagen. Hat der Mann nicht mal fünf Minuten Zeit um zu warten? Als Lilly schon drauf und dran war wieder loszufahren, machte er sein Licht an. Er hatte sich in eine Ecke verkrochen und durch das dunkle Auto, hatte ihn Lilly auch nicht gesehen. Doch er war da und er wartete auf Lilly. Beide stellten fest, dass es Blödsinn wäre mit zwei Autos in die Stadt zu fahren, doch war es Lilly nicht ganz geheuer bei ihm ins Auto einzusteigen. Nun gut Lilly ist Risikofreudig und sie dachte sich auch, schlimmer als das was sie bisher erlebte, kann es nicht werden. Also stieg sie ein.

Wo geht es wohl hin – Sit sagte nichts …

Sie fuhren in die kleine Stadt, die gleich um die Ecke lag. Doch er kam aus der Nähe von Frankfurt und Lilly ist in Berlin groß geworden, demzufolge war diese Kleinstadt für beide nicht gerade die Erfüllung denn da wurden um 20:00 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt. Also setzen sie sich wieder ins Auto und fuhren in die nächste Stadt, die fünfzig Kilometer entfernt war. Jetzt wurde Sit schon gesprächiger. Er erzählte so ein bisschen was von sich, wo Lilly dann auch einiges von sich erzählte. Doch Lilly unterbrach sich immer selbst, denn sie kam immer wieder in der Sackgasse an. Sie merkte, dass alles was sie zu sagen hatte negativ endete. Sei es das Thema wo sie herkommt, oder das Thema wie sie in den Norden kam oder andere Themen. Sie hätte heulen können, denn sie fand einfach keine positiven Dinge über die sie reden konnte. Dann fing Sit an Dinge zu erzählen, die wirklich vertraulich waren, die man nicht irgendjemanden erzählt und Lilly wurde auch wärmer. Sie merkte, dass sie ihm ein Stück weit vertrauen kann. Dann kamen sie auf ein Thema, wo Lilly einfach keinen Ausweg fand und wo sie dachte: „Egal, mehr als ihn nie wieder sehen kann nicht passieren.“ Lilly wurde sentimental und konnte ihre Tränen nicht mehr unterdrücken. Inzwischen hatten wir die nächste Stadt sogar schon hinter uns gelassen.

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